Chris Zelter spielt seit 35 Jahren Gitarre. Das Instrument erlernte er autodidaktisch, ergänzt durch Unterricht bei Profigitarristen wie Roykey Wydh aus Aruba
( war u. a. Gitarrist bei Klaus Doldingers Passport und spielte eine Cd mit Larry Coryell ein ), dem türkischen Gitarristen Erkan Ogur ( bekannt durch seine Zusammenarbeit mit dem Belgier Phillip
Catherine ) und dem bekannten Jazzgitarristen Phillip Stauber (Absolvent des MGI und der Musikhochschule Arnheim).
Schon sehr früh begann er, seine ersten Erfahrungen in Münchner Rock - und Bluesformationen zu sammeln. Bald hängte er jedoch seine elektrische Gitarre an den Nagel und widmete sich der akustischen
Musik.
Anfang der 80er Jahre hatte er mit seinem " Gitarrenduo " einen festen Platz in der Münchner Kleinkunstszene. Auf dem Programm standen neben eigenen Kompositionen Stücke von Bach über Django
Reinhardt bis John McLaughlin.
1985 gründete er seine Swing - Formation " Modern Jazztett ", mit der er ein Jahr später das Nachwuchsfestival in der Münchner Unterfahrt gewann. Ein Live - Mitschnitt wurde veröffentlicht.
Ab 1987 arbeitete Chris Zelter auch mit dem Jazzgeiger Mic Oechsner und dem Kontrabassisten Alex Haas unter dem Namen " Tribute to Django ". Auf dem Programm stand Zigeunerswing, gespielt von
Nichtzigeunern. Bei den vielen Konzerten war man oft auf "Ersatz" angewiesen und so übernahm auch mal Hannes Beckmann oder Winny Matthias die Geige und Rudi Schröder zupfte den
Bass.
1992 entstand die CD " Dégustation Orthodoxe ". " Tribute to Django " spielte auf dem ersten Münchner Jazzfest, gab zahlreiche Konzerte im Gasteig, sowie den
bekannten Jazzlokalen im süddeutschen Raum und auf Veranstaltungen wie dem Hessen Jazzfestival in Idstein. Im Ausland gaben sie vereinzelt Konzerte in Österreich und unternahmen eine Tour durch
Frankreich, welche mit einem Fernsehauftritt im Jazzclub Thelonious in Bordeaux endete. Während dieser Zeit gab es immer wieder Gastauftritte der bekannten Zigeunergitarristen Traubeli und Khaki
Weiss mit denen Zelter auch ausserhalb von " Tribute to Django " musizierte. Später bildete sich aus dem festen Trio das Oechsner-Weiss-Ensemble und gab viele Konzerte.
Neben anderen Projekten arbeitete Chris Zelter gleichzeitig noch mit dem Geiger und Musikjournalisten Marcus Woelfle .
Anfänglich im Trio mit dem Kontrabassisten Chris Lachotta, später im " Marcus Woelfle Quartett " mit Musikern wie Alex Haas, Klaus Füger, Manolo Diaz, Paulo Cardoso, Helmut Kagerer, Martin
Spiegelberg, Markus Köhler u. v. a.. Die Konzerte führten sie viel in den Augsburger Raum, aber auch in die Unterfahrt und zu Festivals wie in Kloster Schlehdorf.
In den letzten Jahren hat Chris Zelter die großen amerikanischen Gitarristen des Jazz für sich entdeckt. Seine Vorbilder sind hier stellvertretend für viele weitere Barney Kessel, Wes Montgomery, Joe
Pass und Kenny Burrell.
Diese für sein Gitarrenspiel neuen Einflüsse ließ er später in Projekte wie das " Mobile Tone Trio " mit Rudi Schießl am Kontrabass und Dennis Meyerding am Schlagzeug, sowie dem Gitarrenduo " Zelter
/ Spiegelberg " mit Martin Spiegelberg an der Gitarre und Trompete einfließen.
Das " Mobile Tone Trio " bildete lange Zeit die Begleitband der bekannten Jazz - Sängerin Joy C. Green. Mit Ihr ist Chris Zelter auch heute noch in den einschlägigen Münchner Clubs und auf Jazz -
Festivals im süddeutschen Raum zu hören.
Ab 2003 spielte er oft mit Titus Waldenfels zusammen und half dabei, den Zuhörer mit verjazzten Chansons wie " Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt " oder der Instrumental -
Akustikversion von ABBA's " Dancing Queen " zu überraschen. Die Besetzung von " Titus Waldenfels‘ Eurofälscher " war variabel zum Trio oder Quartett z. B. mit den Gitarristen John Brunton und
Marco Piludu oder den Perkussionisten Sabine Vieten oder Peter Krämer. Es folgten viele Konzerte mit Kollegen wie den Storyville Bluesshakers, Sons of the Desert, Monty Waters, Michael Reiserer,
Harry Saltzman, Karl Lehermann, Rocky Knauer, Götz Grünberg...
In den letzten beiden Jahren war Zelter in zahlreichen Formationen als Sideman an der Gitarre und spielte in Bands wie The Munich Voices,
dem Jazzlight-Duo und mit Musikern wie Alessandro de Santis, Erich Lutz, Peter Wegele, Gary Todd, Eric Stevens, Piotr Ciechwiecz, Stefan Berchthold, Denise Orita, Wolfgang Wahl, Rosa Volpini, Walter
Lux, Gerhard Uttenthaler u.v.a..
Aufgewachsen in der Ära der Rockgitarre, pendelt Chris Zelter heute zwischen den europäischen und den amerikanischen Wurzeln der Jazzgitarre hin und
her.
Chris Zelter
